Stadtfest wird zum ALTEN Marktplatz verlegt

Das ist ein Hammer. Der Verband für Sport verlegt seine Stadtfestaktivitäten vom neuen zurück auf den alten Marktplatz am Rathaus. Dieser Idee des Vorstandes stimmten am Dienstagabend im „Zehner-Treff“ die 35 Vertreter der Hohenlimburger (Sport-)Vereine zu.

Beim 37. Stadtfest, das in diesem Jahr vom 29. Juni bis zum 1. Juli stattfindet, soll somit die Hauptbühne nach vielen Jahren wieder zwischen dem Rathaus und den Gebäuden der Elektromark stehen. Für diese Entscheidung gibt es zwei wesentliche Gründe. Ein Grund ist, dass zwei Gaststätten- und Café-Betreiber als Anlieger des neuen Marktplatzes im zurückliegenden Jahr nicht bereit waren, sich an den Programmkosten des Stadtfestes zu beteiligen. Und, das wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft am 30. Januar deutlich, auch nicht gewillt sind, sich in diesem Jahr zu beteiligen.

Die Regelung, dass sich die Gastronomen mit einem Finanzzuschuss an den Kosten beteiligen, hatte es seit Jahren und Jahrzehnten gegeben. „Wir reden über 400 Euro plus Mehrwertsteuer“, sagte Mark Krippner gestern, „schließlich haben die Wirte in all den Jahren an den Stadtfesttagen von dem Programm des Verbandes für Sport profitiert.“ Doch deren fehlende Zahlungsbereitschaft ist nicht der einzige Grund der Verlegung. „Wir wollen dem Stadtfest mit einem breiteren Angebot neue Impulse geben. Und dazu benötigen wir einen größeren Platz. Auch das holprige Kopfsteinpflaster am neuen Markt ist ein Negativfaktor.“

Der Vorsitzende hat die Hohenlimburger Vereine, die von der Ausschüttung des beim Stadtfest erwirtschafteten Überschusses profitieren, am Dienstagabend darauf eingeschworen, sich wieder mehr zu engagieren. Denn das Engagement hat in den zurückliegenden Jahren nach seiner Einschätzung nachgelassen.

Ideen gibt es für den alten Marktplatz genug. Klaus-Peter Hornung von „acoustik network“, der als Partner seit vielen Jahren die Bühne, Licht, Ton und Technik für den Verband stellt, sieht nach einem Ortstermin keine Probleme.

„Eine Möglichkeit könnte sein, zusätzlich zur Bühne ein Beachhandball-Turnier stattfinden zu lassen. Für Amateure als Jux-Turnier und auch für Vereine“, möchte Mark Krippner dazu Gespräche mit den Handballern der HSG Hohenlimburg führen.

Vor dem Rathaus möchte der Stadtfest-Mitorganisator gerne für junge Besucher eine kleine Kirmes anbieten. So einen Autoscooter. Marco Nowak von „Atomic Nightlife Events“ hat seine Gesprächsbereitschaft signalisiert, diese Aufgabe übernehmen zu wollen.

Unbenommen bleibt die Nutzung des Brucker Platzes durch die Werbegemeinschaft der Innenstadt, die sich dort wohlfühlt und zusammen mit Stephan Borowa (M&B SHow Concepts) und Lipps-Energie in den zurückliegenden Jahren ein attraktives Programm für jung und alt anbieten konnte.

Dass auch in diesem Jahr der Auftritt der Hohenlimburger Chöre, des Akkordeonorchesters und ein ökumenischer Gottesdienst zum Programm gehören werden, steht für Mark Krippner außer Frage. Ob dafür der alte Marktplatz oder der Brucker Platz genutzt werden wird, sollen die weiteren Gespräche mit der Werbegemeinschaft der Innenstadt ergeben.

Maibritt Engelhardt (Vorsitzende der Werbegemeinschaft) sagte zu den VfS-Plänen gestern auf Anfrage. „Die Werbegemeinschaft versteht die Beweggründe des Verbandes für Sport für den Standortwechsel, denn es ist immer schwieriger, ein solches Fest zu finanzieren.“

Und was soll auf dem neuen Marktplatz geschehen? „Wir können uns gut vorstellen, dort den Autosalon stattfinden zu lassen“, so Mark Krippner. „Deshalb wird es mit den Gastronomen zeitnah Gespräche geben.“ Oder aber, die Wirte stellen ein eigenes kleines Programm ohne Bühne auf die Beine, so dass der Autosalon zur Herrenstraße gezogen wird. Dieser könnte sich dann bis zur reformierten Kirche erstrecken. Denn auch dieser Platz soll mit Leben erfüllt werden. Ideen gibt es bereits.

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